Bautzener Gefängnisse

Nach Ende des Zweiten Weltkrieges richtete die sowjetische Besatzungsmacht auf dem Gelände der Haftanstalt Bautzen I ein Internierungslager ein. Hier wurden entsprechend den Beschlüssen der Siegermächte Funktionsträger des nationalsozialistischen Herrschaftsapparates eingewiesen. Ab 1946 nutzte die sowjetische Geheimpolizei das so genannte „Speziallager“ zur Inhaftierung von politischen Gegnern, die sich für ein demokratisches Nachkriegsdeutschland einsetzten. Die Haftbedingungen im Speziallager Bautzen waren unmenschlich. Infolge von Hunger, Krankheiten und Kälte starben mehr als 3000 Menschen. Ihre Gebeine wurden auf dem so genannten Karnickelberg am westlichen Rand der Haftanstalt verscharrt, wo sich heute eine vom Bautzen-Komitee initiierte Gräberstätte befindet.
Gedenkstein auf dem Karnickelberg, 2013
©Förderverein Gedenkstätte Bautzen
Rekonstruktion einer Zelle im Speziallager, 2012
©Gedenkstätte Bautzen